stage detail

tech – gamechanging Technolgies


tech – gamechanging Technolgies

Das Transportwesen hat auf Nutzerseite viel mehr Marktteilnehmer als auf Herstellerseite. So gut wie alle Flugzeuge sind entweder von Airbus oder Boeing. Wer mit offenen Augen durch Europa fährt sieht unter den 6.4 Mio. LKW eigentlich nur Daimler, VW (inkl. MAN), Volvo und Renault. In Indien und China heißen die Hersteller anders, der Markt tickt allerdings ähnlich. Wirkliche Innovationen in der Antriebstechnologie gibt es im Verkehrswesen kaum – das Turbinen-Strahltriebwerk ist eine der wenigen Ausnahmen der letzten 70 Jahre. Auch bei der Lager- und Fördertechnik sowie den Frachtbehältern (z.B. Seefracht-Container) konzentriert sich der Markt auf wenige Massenproduzenten und Nischenanbieter für Spezialbehälter

Durch Regulation (wo und wie dürfen Drohnen fliegen), Infrastruktur und aus der historischen Entwicklung heraus sind die Märkte für Technologien in der Logistik entweder global (Seefracht, Luftfracht) oder regional geprägt (Landverkehr, Schienengüterverkehr). Eigene Segmente entwickeln sich selbst innerhalb eines Verkehrsträgers vollkommen unterschiedlich (z.B. Containerschiffe versus RoRo-Fähren).

Der Markt für autonome Drohnen, Zustellroboter und sonstige als revolutionär angepriesene Geräte wie 3D-Drucker ist begrenzt. Ihre gesellschaftliche Akzeptanz und der flächendeckende Einsatz fraglich. Oft kann man den Hype durch simple Beispiele entkräften: was verändert den Logistik-Markt mehr? Noch nicht serienreifer 3D-Druck von Fernsehern oder bessere Verpackung der Ware in China?

Marktrisiko: Kommt eine Technologie oder ein neues Produkt überhaupt flächendeckend zur Akzeptanz? Beispiel A380 versus A320. Wenige Airlines und wenige Flughäfen können die A380 überhaupt nutzen, ein sehr riskantes Investment. A320 passen überall, sie können von den Besitzern leicht weiterverleast, weiterverkauft oder innerhalb der Airline auf vielen Routen eingesetzt werden.

Technologierisiko: wird sich eine Technologie durchsetzen und eine hinreichende Masse erreichen, damit Ersatzteile und Service bezahlbar werden? Ein Beispiel dafür sind Quick-Change Flugzeuge, die schnell von Passagier- zur Frachtnutzung umgebaut werden können, aber im Einsatz zu schwer, aufwändig und teuer waren.

Nicht-Innovationsrikiso und Spillover-Effekte: Wer Drohnen & Co. unterschätzt gibt natürlich einen Markt auf, weswegen die meisten Logistikdienstleister und Verlader für die Drohnen in Frage kommen den Markt beobachten oder Kooperationen eingehen. Manchmal passiert auch scheinbar Sonderbares: eine „alte“ Technologie erhält durch Spillover aus der Entwicklung neuer Technologien ein neues oder verlängertes Leben (wodurch sich dann Verfechter der alten Technologie bestätigt sehen). Somit sind selbst aktuell wahnwitzig klingende Technologien auch für existierende Technologien wichtig.

Nicht-technische Technologiegrenzen: Grenzen können schnell physisch oder betriebswirtschaftlich entstehen. Containerschiffe werden beispielsweise auf bestimmten Routen kaum mehr wachsen, weil es keinen Sinn ergibt, ein Riesenschiff 2 Wochen im Hafen stehen zu haben und 2 Wochen zur See fahren zu lassen. Zudem muss immer die Infrastruktur mitwachsen, was sich irgendwann schlicht nicht mehr lohnt.

Hinzu kommt die Finanzwelt, die entweder mehr oder weniger Geld für Schiffe, Flugzeuge etc. bereitstellt, sowie die Kosten der wesentlichen Produktionsfaktoren wie Arbeitskosten, Stahl und Rohstoffkosten während der Nutzung (z.B. Rohölpreise). Überlagern sich die Faktoren ungünstig kann es sein, dass eine neue Technologie bestellt wird, wenn der Markt heiß läuft und in den Markt eintritt, wenn der Markt bereits aufgrund wirtschaftlicher Entwicklungen wieder abgekühlt ist oder zu viel neue Kapazität auf einen Markt drängt. Wann man einsteigt und wann verkauft wird nicht umsonst in der Finanzwelt „asset play“ genannt.

Wie immer stellt sich auch bei Technologien die Frage: wer bezahlt es? Die Verladerschaft sagt: mit jeder neuen Technologie spart die Logistikwelt. Die Logistikwelt sagt: die Investition müssen mir die Kunden bezahlen. Wenn Speditionen oder Regularien neue Technologien vorschreiben (z.B. neuer LKW-Typ, leise Flugzeugtriebwerke), beginnt das im Challenge-Factsheet „regulatory“ erklärte Kostenverteilspiel.

„Size of Prize“ (was ist das wert?)

  • Flugzeuge: ca. USD 260 Mrd. pro Jahr bis 2035.
  • Schiffe: intransparent, Milliarden
  • Container: intransparent, Milliarden
  • Lagerlogistik und Fördertechnik: schwer abschätzbar
  • LKW: siehe Megatrends / Studien
  • Zubehör und Erweiterungsinvestitionen: Aufbauten, Reifen, Telematik, ... schwer abschätzbar.

Quellen:

Megatrends

Was bedeutet das für die Logistik?

  • Wer revolutionäre Technologien verschläft und nicht evolutionär erweitert, ersetzt und verbessert, wird irgendwann kosten- und angebotsseitig untergehen.
  • Das gilt für Logistikdienstleister genauso wie für einige Verlader (z.B. Händler und die Drohnen-Frage)

Kernherausforderung

  • Wann mache ich bei welcher Technologie mit und wie bekomme ich das finanziert? Wie schaffe ich die Transformation möglichst geräuschlos?
  • Können neue Technologien die Gesellschaft überzeugen, dass Logistik doch gut ist und junges Talent anziehen? Oder werden Drohnen (Terror), Lagerlogistik (Entlassungen) etc. nicht von der Branche kommuniziert werden können?
Einordnung am 3-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit (people, planet, profits)
  • People: Neue Technologien machen Menschen produktiver und ersetzen sie.
  • Planet: Neue Technologien sind (im Normalfall) umweltverträglicher und sicherer.
  • Profits: Neue Technologien ergeben (im Normalfall) durch höhere Effizienz und geringeren Energieverbrauch mittelfristiges Einsparpotential, die Anfangsinvestitionen können aber erheblich sein, ebenso wie die Unsicherheit wann und auf welche neue Technologie gesetzt werden soll.

Zuordnung zu den Konferenzen

Wo Wann Wer Thema
Forum II 10.05.2017
10:00 – 11:30
LOGISTIK HEUTE/ HUSS-VERLAG GmbH & Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML Logistik für die letzte Meile – Konzepte und technische Lösungen für die Innenstadtbelieferung
Forum III 09.05.2017
15:30 – 17:00
AIM-D e.V. Der Beitrag der AutoID-Technologien zur Automatisierung der Unternehmensprozesse auf dem Weg zu Industrie 4.0 – unter besonderer Berücksichtigung transportlogistischer Aspekte
Forum III 10.05.2017
12:00 – 13:30
DVWG Südbayern e.V. & LKZ Prien GmbH Europäischer Intermodaltransport der Zukunft – Herausforderungen und Chancen
Forum IV 10.05.2017
16:00 – 17:30
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) Digitalisierung – Automatisierung – Elektromobilität! Wie kann die Schiene noch umweltfreundlicher und produktiver werden?
Forum I 11.05.2017
10:00 – 11:30
Deutsches Verkehrsforum e.V. (DHF) Zero Emission Logistics – Wie schaffen wir das?
 
 
Highlights
active active active
für Aussteller
für Besucher
für die Presse
Eingang zur transport logistic

Willkommen zu Ihrem Messeerfolg!

Entdecken Sie Ihre einzigartigen Vorteile. Die weltweite Leitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management überzeugt die globale Branche.

Eingang zur transport logistic

Willkommen zu Ihrem Messeerfolg!

Entdecken Sie Ihre einzigartigen Vorteile. Die weltweite Leitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management überzeugt die globale Branche.

Willkommen zu Ihrem Messeerfolg!

Entdecken Sie Ihre einzigartigen Vorteile. Die weltweite Leitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management überzeugt die globale Branche.

Das war die transport logistic 2017

Das war die transport logistic 2017

Lesen Sie hier den Schlussbericht und was die Aussteller der transport logistic über die vergangene Messe sagen.

Das war die transport logistic 2017

Das war die transport logistic 2017

Lesen Sie hier den Schlussbericht und was die Aussteller der transport logistic über die vergangene Messe sagen.

Das war die transport logistic 2017

Lesen Sie hier den Schlussbericht und was die Aussteller der transport logistic über die vergangene Messe sagen.

air cargo europe – Treffpunkt der Luftfahrtbranche

air cargo europe

Positive Vorzeichen für 2017. Die air cargo europe, die weltweit größte Veranstaltung der Luftfrachtbranche mit eigener Konferenz, ist erstmals ausgebucht.

air cargo europe – Treffpunkt der Luftfahrtbranche

air cargo europe

Positive Vorzeichen für 2017. Die air cargo europe, die weltweit größte Veranstaltung der Luftfrachtbranche mit eigener Konferenz, ist erstmals ausgebucht.

air cargo europe

Positive Vorzeichen für 2017. Die air cargo europe, die weltweit größte Veranstaltung der Luftfrachtbranche mit eigener Konferenz, ist erstmals ausgebucht.